Das sagt Reinhard Backhausen, Vizepräsident des Österreichischen Gewerbevereins, der ältesten Unternehmervereinigung Österreichs (seit 1839), beim ÖJC-Talk mit Gabriela-Maria Straka am 28.4.2026. Dabei ging es um das Thema „Kreislaufwirtschaft“, wo es „noch vieles zu tun gibt, denn jedes Unternehmen ist gefordert“, so Backhausen.
Unter Kreislaufwirtschaft, der sogenannten „Circular Economy“, versteht man ein Wirtschaftssystem, das Rohstoffe, Produkte und Energie so lange wie möglich nutzt, um Abfall und Emissionen zu minimieren. Im Gegensatz zum linearen Modell („nehmen-machen-wegwerfen“) zielt sie auf Reparatur, Wiederverwendung, Recycling und langlebiges Design ab, um Ressourcen zu schonen, Klimaneutralität zu fördern und Abhängigkeiten zu reduzieren.
„Wir kommen nicht umhin, uns mehr und mehr der Kreislaufwirtschaft zu widmen, die jetzt auch im Regierungsabkommen steht“, erläutert Backhausen. „Das muss aber jetzt umgesetzt werden, alerdings herrscht großer Informationsmangel.“
Backhausen war über 30 Jahre lang geschäftsführender Gesellschafter der Textilproduktionsfirma „BACKHAUSEN interior textiles“ und viele Jahre lang Präsident der österreichischen Textilindustrie. Er ist Gründer der Kreislaufwirtschaftsdelegation Österreichs, der „Allianz für zirkuläre Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft“ mit mittlerweile über 60 Unternehmen, Organisationen, Universitäten und Forschungseinrichtungen.
Die Frage, wie es gelingen kann, den Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten und gleichzeitig Umweltbelastungen deutlich zu reduzieren, beantwortet Backhausen so: „Durch Aufklärung, durch positive Beispiele und durch Umsetzung in den Betrieben. Tue Gutes und Rede darüber.“
Text und Fotos: Christian Stöger
Video dieses ÖJC-Talks von Alexander Grossauer: Talk mit dem Kreislaufwirtschafts-Pionier Reinhard Backhausen



