Die in den vergangenen Tagen geführte mediale Diskussion um eine Terminfindung für eine Veranstaltung des ÖJC zum Thema jüdisches Leben in Wien dauert an. Dazu ist festzuhalten, dass es nie eine Abmachung über eine Veranstaltung, sondern lediglich eine Terminanfrage beim Verlag gegeben hat. Es war anhand des Buches eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung zum Thema „Jüdisches Leben in Wien und der Einfluss der Politik Israels“ angedacht.
Aufgrund der Aussagen von Bundespräsident Van der Bellen wurden die Bedenken des ÖJC-Präsidenten im Vorfeld dieser geplanten Veranstaltung in eine antisemitische Haltung des ÖJC interpretiert. Das entbehrt jeglicher Grundlage. Wie die jüngste Vergangenheit im Verein gezeigt hat, unternimmt der ÖJC vielmehr alles, um sich von keiner Seite vereinnahmen zu lassen.
Ungeachtet dessen, dass noch kein Termin fixiert werden konnte, ist der ÖJC optimistisch und bemüht sich weiterhin mit allen Beteiligten, den idealen Zeitpunkt dafür zu finden. Die Biografien von 36 jüdischen Frauen aus Geschichte und Gegenwart, die von Danielle Spera und Erika Freeman verfasst worden sind, sind wichtige Vorbilder und stellen Zeitzeuginnen ins Zentrum der Aufmerksamkeit, um neue Perspektiven auf das eigene Leben zu ermöglichen.
Der ÖJC bekennt sich zur jüdischen Gemeinde und ist sich dessen bewusst, dass sie immer schon im Herzen des Landes und der Stadt Wien bestanden hat und dass es nie mehr zu Anfeindung und Vertreibung kommen darf. Der Vorstand des Vereins ist sich sicher, dass auch alle Mitglieder des Clubs, ob mit oder ohne jüdische Wurzeln, diese Haltung teilen und bekommt von ihnen in seinem Bemühen große Unterstützung. Sobald der optimale Termin gefunden ist, wird er hier publiziert.
