„Es geht um unsere Zukunft und wie wir als Gesellschaft mit den immer weniger werdenden Ressourcen umgehen,“ sagte DI Christoph Brunner (AEE INTEC) über „grüne“ Herausforderungen und Nachhaltigkeit beim Talk mit ÖJC-Vorstandsmitglied Dr. Gabriela Maria Straka am 3.2.2026 im ÖJC-Pressesalon. Und Markus Derler von der Terra Green GmbH zeigte die Chancen und Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft auf.
„In den 1990er Jahren haben wir mit Biogasanlagen begonnen“, so Derler, „und so einen Kreislauf geschaffen, wo aus festen Stoffen wie Bioabfall Gärreste entstehen, die sich wiederum in flüssige Stoffe wie Stickstoffdünger, Gas zur Wärmegewinnung und feste Stoffe als Rückstände für Bodenabdecker und humusreiche Erde entstehen und wieder verwendet werden können.“
Markus Derler, MSc, ist Unternehmer mit langjähriger Erfahrung im Aufbau und in der Führung von Unternehmen in den Bereichen Agrarwirtschaft, Immobilien und erneuerbare Energie. Er hat zahlreiche Projekte initiiert, darunter die Gründung von Terra Green GmbH sowie Bioenergie Lafnitztal, die mit Innovationspreisen ausgezeichnet wurden. Mit seiner Ausbildung in Betriebswirtschaft und International Business verbindet er praxisorientierte Unternehmensführung mit strategischem Weitblick. Und sieht die Zukunft sehr positiv, wie er beim ÖJC-Talk unterstrich: „Mit Kreislaufwirtschaft können wir doch einiges umsetzen und besser mit unseren Ressourcen umgehen.“
Symbiosen mit der Industrie und regionalen Einrichtungen sieht Christoph Brunner, Geschäftsführer der AEE INTEC, einem führenden europäischen Institut für angewandte Forschung im Bereich erneuerbare Energie und Ressourceneffizienz. „So müssen wir regionale Konzepte entwickeln, wie wir CO2-Emissionen besser nutzen, wie etwa zur Beheizung von Glashäusern.“
Brunners wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte sind Effizienssteigerungen und die Integration erneuerbarer Energien für die Industrie, sowie der Einsatz von Wasseraufbereitungstechnologien zur Wertstoffrückgewinnung. Er war Projektkoordinator mehrerer nationaler und internationaler Projekte in Europa, Asien, Afrika und Süd Amerika und u. a. Mitglied des Vorstands der Europäischen Technologieplattform für erneuerbare Wärme- und Kälteerzeugung RHC-ETIP.
„Wenn wir zur Überzeugung kommen, dass wir Rückstände nicht als Abfall, sondern als neue Ressource sehen, wie das etwa bei Kakaobohnenschalen oder Presskuchen bei der Kürbisölgewinnung der Fall ist, dann wird das ab einer gewissen Größe auch wirtschaftlich“, so Brunner.
Kreislaufwirtschaft wird also immer bedeutender, und auch wirtschaftlich immer interessanter. Vor allem, was erneuerbare Energie betrifft. Dazu diskutieren von 14.-16.4.2026 auch 40 internationale Experten bei der ITEC 2026 in Graz.
Das Video zum Talk „Kreislaufwirtschaft sehen Sie hier: ÖJC LIVE: Talk mit Markus Derler und Christoph Brunner zum Thema „Kreislaufwirtschaft“
Video: Alexander Grossauer
Text und Fotos: Christian Stöger




